Psychomotorik

Seit Ende der 50er Jahre arbeitet vor allem E.J. Kiphard, Professor für Motopädagogik, an der Entwicklung der Psychomotorik.

Definition:
Mit diesem Begriff soll der enge Zusammenhang zwischen Bewegung sowie Wahrnehmen und Erleben betont werden. Es handelt sich um eine ganzheitliche Sichtweise, bei der nicht die rein motorischen Fähigkeiten und Leistungen im Vordergrund stehen, sondern vielmehr der Prozeß, das freie und ungebundene Handeln unter Einbezug der Psyche des Kindes.

Kinder können heute aufgrund veränderter Rahmenbedingungen (vermehrter Fernseh- und Videokonsum, verringerter Spielraum, Spielraum vermehrt im Haus) weniger Bewegungserfahrungen machen.

Im psychomotorischem Spiel bekommen sie durch vielfältige Geräte, Materialien und Spielvorschläge Möglichkeiten, die sie aktiv und kreativ nutzen können. Sie bringen eigene Ideen ein und experimentieren mit den Materialien. Im Spiel setzen Sie sich mit sich selbst sowie ihrem Gegenüber auseinander.

Der Handlungsansatz liegt vermehrt bei den Stärken und nicht bei den Schwächen der Kinder. Ihnen werden Spaß an der Bewegung sowie Erfolgserlebnisse vermittelt.

So entwickelt sich auch Selbstvertrauen, soziales Verhalten kann geübt und stabilisiert werden. Persönlichkeitsentwicklung, Motorik, Koordination und Wahrnehmung werden gefördert.

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Praxis für Ergotherapie

Manuela Schleußner